EMBODIWERK

Weg-Schule zu persönlicher Meisterschaft

Embodiwerk 

Mit dem Budōbasierten Leadership Training verfolgt Embodiwerk ein ganzheitliches Leadership Konzept, welches eine wesentliche Verbesserung der Handlungsfähigkeit und Verhaltensflexibilität von Führungskräften in den Fokus stellt.

Damit geht das Lernkonzept weit über die reine Vermittlung von Wissen und Methoden hinaus.

In unterschiedlichen Formaten erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich intensiv mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Selbstverständnis und ihrer Selbstwirksamkeit auseinanderzusetzen.

Grundlage hierfür bildet die bewusste Arbeit am eigenen Embodiment – dem untrennbaren Zusammenspiel von Denken, Fühlen und Handeln.

Moderne Erkenntnisse aus der Gehirnforschung und dem Embodiment bilden das wissenschaftliche Fundament.

Die körperzentrierte Vorgehensweise gründet auf den Prinzipien des Budō, der fernöstlichen Kampfkünste.

Budō-Wege gibt es viele in Asien, doch sie haben alle das gleiche Ziel: sie lehren den Menschen, seine eigenen inneren Zusammenhänge zu verstehen und sich durch Übung zu vervollkommnen. Ein individueller Lern- und Entwicklungsweg zu persönlicher Meisterschaft.

Elemente im Embodiwerk

Thorsten Kondlas Leadership Kampfkunst Gehirn

Embodiment

Unter Embodiment (deutsch etwa „Verkörperung“) verstehen wir, dass unser gesamtes Denken, Fühlen und Handeln, also Geist und Psyche mitsamt ihrem Organ dem Gehirn, untrennbar in Bezug zu unserem gesamten Körper stehen („embodied“ sind). Alles Geistige, Psychische und Körperliche ist wiederum eng mit anderen Menschen verflochten und in unsere Lebenswelt eingebettet („embedded“). Das Konzept Embodiment behauptet, dass ohne diese zweifache Einbettung (embodied and embedded) Geist, Psyche und Gehirn nicht intelligent arbeiten können. Entsprechend können ohne Berücksichtigung dieser Einbettungen Geist, Psyche und Gehirn nicht verstanden werden. (nach Tschacher et al., 2010)

Thorsten Kondlas Leadership Kampfkunst Gehirn

Selbstführung

Unser wichtigstes, oftmals jedoch kaum beachtetes Führungsinstrument, welches jedem Menschen unbegrenzt zur Verfügung steht, ist die eigene Identität. Es gehört zu den Kernkompetenzen des Mensch Seins, das eigene Denken, Fühlen und Handeln in Beziehung zu sich selbst zu setzen und so das eigene Wirken zu beleuchten. Offenheit, Selbstbeobachtung und Objektivität, sind die Voraussetzungen, um die eigene Aufmerksamkeit bewusst auf Körper, Psyche und Geist zu richten. Mit dieser geschärften Selbstwahrnehmung und differenzierten Selbstreflexion können wir neuronale Schaltkreise aktivieren, mit denen wir uns von ungewollten automatischen Reaktionen lösen. Eine unerlässliche Voraussetzung zur Selbstregulation, welche fundamental wichtig ist, um

  • in komplexen Situationen die Übersicht zu behalten,
  • das eigene Verhalten zu variieren,
  • sich neuen Rahmenbedingungen anzupassen,
  • aus Fehlern zu lernen,
  • Resilienz, die eigene Reaktionsflexibilität, zu vertiefen,
  • Vorhaben konsequent umzusetzen,
  • Lebensqualität zu steigern.

Gehirn

Kaum eine Wissenschaft hat in den letzten Jahren größere Fortschritte erzielt als die Gehirnforschung. Im Gehirn werden alle Aspekte des Wahrnehmens, Seins und Verhaltens eines Menschen repräsentiert und integriert. Daher bieten die Neurowissenschaften einen umfassenden Zugang zum Verständnis persönlicher Entwicklung. Unser Embodiment hängt davon ab, dass eine Vielzahl neuronaler Informationen miteinander verknüpft werden – aus dem ganzen Körper, aus verschiedenen Hirnregionen sowie aus den von Mitmenschen und der Umwelt aufgenommenen Signalen. Es hilft, sich das Gehirn als außerordentlich komplexes Netzwerk miteinander verbundener Teile vorzustellen, wenn man verstehen will, wie diese Verknüpfung stattfindet. Das Wissen um die Funktionen der wichtigsten Hirnbereiche wiederum hilft uns, die eigene Aufmerksamkeit so auszurichten, dass die erwünschte Verbindung zwischen diesen Bereichen zustande kommt.

  • Neue neuronale Bahnungen werden in Gang gesetzt
  • Die Synapsen werden gestärkt
  • Das Gehirn wird besser vernetzt
  • Der Geist wird anpassungsfähiger

Die bewusste Nutzbarmachung unseres neurobiologischen Systems wird somit zu einem zentralen Schlüssel, um die eigene bewusste Verarbeitungskapazität zu erhöhen und das Wirken im sozialen Kontext sinnvoll auszurichten.

Budōbasiertes Leadership Training

ist eine körper- und bewegungsorientierte Methode, die im Bereich der Entwicklung von Selbstführungs-Kompetenzen zum Einsatz kommt.

  • Du schärfst die eigene Wahrnehmung und Bewusstsein für das Zusammenspiel von Körper, Geist und Lebenswelt,
  • stärkst Deine Fähigkeit, eigene Emotionen zu regulieren, Spannung und Entspannung optimal und bewusst zu kontrollieren,
  • förderst persönliches Wachstum und Souveränität,
  • stärkst das Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl,
  • eröffnest Dir kraftvolle Wege für eine aktive, sinnstiftende und werteorientierte Lebensführung.

Die Vorgehensweise

ist speziell darauf, ausgelegt Entwicklungsprozesse durch Körperübungen und Bewegungserfahrung in Gang zu setzen, um neue Verhaltensmuster neuronal zu bahnen und nachhaltig zu verankern. Budōbasiertes Leadership Training basiert dabei wesentlich auf den Kernkonzepten komplexe Achtsamkeit, Respekt, Wertschätzung und Reaktionsflexibilität sowie Konvivialität. (in Anlehnung an F. Siegele, Budōtherapie)

Auf der Grundlage von Leadership Metakompetenzen werden Kernziele für die Entwicklung kompetenter Selbstführung formuliert.
In einem nächsten Schritt werden diesen Kernzielen Maßnahmen aus dem Budō, der Kampfkunst zugeordnet.

Ich nenne den so entstandenen Ansatz „Budōbasiertes Leadership Training“.

Er kombiniert körperzentrierte bzw. bewegungsorientierte Maßnahmen mit systemischen Coaching Interaktionen.
Moderne Erkenntnisse aus der Gehirnforschung und dem Embodiment bilden das wissenschaftliche Fundament.
Das Lernkonzept geht weit über die reine Vermittlung von Wissen und Methoden hinaus.
Auf dem Weg zu einer veränderungswirksamen kompetenten Selbstführung kann diese Vorgehensweise eine substanzielle Ergänzung und Erweiterung im Rahmen der Leadership Entwicklung bilden.

 

Budō 

Thorsten Kondlas Leadership Kampfkunst GehirnBudō ist der Überbegriff der japanischen Kampfkünste und bedeutet sinngemäß die Kunst, das Schwert nicht zu benutzen. Auf der Grundlage von zeitgemäßer ZEN Kampfkunsttradition versteht sich Budō als ganzheitliche Weg-Lehre zur Entwicklung und Entfaltung von Persönlichkeit, Selbstführung und Mitmenschlichkeit. Budō praktizieren bedeutet, das friedliche Miteinander zu üben, um vor allem in herausfordernden Situationen den Überblick, die erforderliche Distanz und die Kontrolle über das eigene Handeln zu behalten. Achtung und Respekt gegenüber anderen und sich selbst haben dabei oberste Priorität. (nach Frank Siegele

Budō Philosophie

“Die Übung des Weges bringt zwei dem menschlichen Leben innewohnende Tendenzen in den Mittelpunkt der bewussten Erfahrung, in deren gegenseitigem Kampf um Harmonie und Ausgleich sich Persönlichkeit und Reife bilden: den aus dem Bewussten kommenden Drang zur Verwirklichung persönlichen Lebens und Wachsens und als Urbedingung des Lebens die Anpassung und Unterordnung in die natürlichen Umstände.

In der Disharmonie dieser Extreme ist die menschliche Existenz wie jede andere bewusste Form des Lebens gefährdet. 
Die Übung des Weges begründet die innere Voraussetzung zum Wachsen und zum Reifen. Sie verdeutlicht und löst die in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens rückenden Probleme des modernen Menschen, die zu einer akuten Gefahr in der Gesellschaft geworden sind. Sie lässt den Menschen durch Selbsterkenntnis die beiden Bestimmungen erkennen, in denen sich die Möglichkeiten seiner Existenz abspielen: Streben und Achten.” (Werner Lind, Das Lexikon der Kampfkünste, 2001)

Thorsten Kondla Leadership Kampfkunst Gehirn

Energie- und Informationsfluss

Energie ist die Fähigkeit, etwas in die Tat umzusetzen – sei es die Glieder zu bewegen oder einen Gedanken zu fassen. Die verschiedenen Energieformen werden in der Physik erforscht und lassen sich auf viele Arten beschreiben. Wobei die Fähigkeit etwas zu tun gleich bleibt.
Wir spüren Strahlungsenergie, wenn wir in der Sonne liegen, setzen kinetische Energie ein, wenn wir wandern oder Schi fahren, wir brauchen Neuralenergie wenn wir denken, reden, zuhören und lesen.
Information ist die Repräsentation (Vorstellung) von etwas außerhalb ihrer selbst. Die Worte, die du liest oder Sätze, die du hörst, deine Gedanken sind Informationseinheiten, die wir verwenden, um miteinander zu kommunizieren. Die schwarzen Kringel auf dieser Seite sind nicht die Bedeutung der Worte, und die Worte, die du hörst sind lediglich Klangwellen, die Luftmoleküle in bestimmten angeordneten Frequenzen in Bewegung versetzen. (nach D.J. Siegel, 2010)

Budōbasiertes Leadership Training bringt das Erleben einer Lebendigkeit und Kraft, eines “Strömens von Energie” im Körper mit sich. Es handelt sich – und das ist für die Nutzung und Erklärung im Leadership Training wichtig, um Phänomene nicht magisch zu verklären statt sie zu erklären – um propriozeptive bzw. interozeptive Wahrnehmungsphänomene:

  • die Wahrnehmung erhöhten kapillaren Blutdurchstroms (Strömen),
  • von erhöhtem Muskeltonus (Kraft) und erhöhtem Gewebeturgor (Spannkraft, Vitalitätsempfinden) und
  • um emotionales Hochgefühl, ausgelöst u.a. durch Neuropeptide, Enzyme und entsprechend Genregulationen.

Die Aktivierung von Neurotransmittern, die anregende Wirkung von Dopamin, Glutamat, Endorphinen und Cortisol sollten nicht als “Chi-Wirkungen kosmischer Energie” missverstanden werden. Die mit solcher physiologischer Aktivierung einhergehende wichtige Sensibilisierung des “eigenleiblichen Spürens”, der “Selbstwahrnehmung” wird zur Grundlage verbesserter psychophysiologischer Selbstregulation und kann helfen,

  • eine optimale Tonussteuerung (Spannungs-Entspannungs-Regulation) und ein gutes Erholungsverhalten zu erlangen (Petzold 2002j),
  • eine Stressreduktion zu ermöglichen sowie
  • eine gute Regulation des Affektlebens (Furcht-, Angst-, Wut-, Aggressionsformen) zu erreichen. (In Anlehnung an Petzold 2001m, 2002j, 1995)